„Irgendwie hab ich ein kleines Helfersyndrom“

Thomas Leopold aus Biberach/Baden mit der Henry-Dunant-Medaille des Deutschen Roten Kreuz
Das Deutsche Rote Kreuz hat Thomas Leopold die Henry-Dunant-Medaille verliehen. Susanne Vollrath sprach mit ihm über die große Kraft, die im Helfen liegt.
Foto: Susanne Vollrath

Das Deutsche Rote Kreuz hat Thomas Leopold die Henry-Dunant-Medaille in Silber verliehen. Susanne Vollrath sprach mit ihm über die große Kraft, die im Helfen liegt.

Thomas Leopolds Herzensthema: Erste-Hilfe-Kurse.

Die gibt er seit mehr als 25 Jahren viele Male jedes Jahr.(Wann genau, können sie erfahren, wenn Sie diesem Link folgen.)

Thomas Leopold sagt: “In den Erste-Hilfe Kursen versuche ich nicht zu dramatisieren. Ich will, dass die Leute verstehen: Es ist nicht schwer zu helfen. Und es ist gar nicht schlimm. Man kann eigentlich gar nichts falsch machen.

Und er erklärt: “Jemand, der eine Herz-Lungen-Wiederbelebung braucht, ist ja faktisch tot. Im günstigsten Fall holt ihn der Ersthelfer ins Leben zurück. Was hilft es, wenn man Laien eintrichtert, dass innere Organe Schaden nehmen können, wenn sie zu weit unten auf den Brustkorb drücken und zu weit oben vielleicht das Brustbein bricht? Es geht darum, Erste Hilfe möglichst einfach zu gestalten und klare Regeln zu vermitteln. Wer trotzdem unsicher ist und befürchtet, etwas falsch zu machen, darf gerne mal wieder an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen. Zur Unterstützung eignet sich auch die Erste-Hilfe-App vom Deutschen Roten Kreuz. Die führt im Notfall Schritt für Schritt durch das, was getan werden muss. Nicht nur bei der Wiederbelebung.”

Mit seinem letzten Satz fühle ich mich ertappt. Er trifft voll ins Schwarze: “Wann haben Sie eigentlich ihren letzten Erste-Hilfe-Kurs gemacht, Frau Vollrath?”

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