Schotter-Gärten – Gärten mit einer Seele aus Stein

Ihre Abneigung gegen Schotter-Gärten tragen Martin Teufel und Armin Reber schon lange mit sich rum.In Schotter-Gärten hat das Leben keine Chance“, beklagen sie die Ver-Schotterung der Landschaft. Tag für Tag verwandeln sich in Baden-Württemberg fast fünf Hektar Natur in Siedlungsflächen. Kein Bau helfe der Natur weiter, sagt Stadtrat Teufel. Beim Bauen ginge es deshalb darum, den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten. Ein Schotter-Garten setzt Teufels und Rebers Meinung nach dem Flächenverbrauch die Krone auf: „So ein Schotter-Garten ist ein ökologischer Supergau!“

Staudenmischpflanzung statt Schotter auf einer Verkehrsinsel in Zell am Harmersbach. Foto: Susanne Vollrath
Immer öfter wachsen Staudenmischpflanzungen im öffentlichen Grün. Eine gute Entwicklung für die Umwelt und besonders für Bienen und Insekten. Staudenpflanzungen sind pflegeleicht. Sie könnten ein Vorbild für Privatleute sein, die sich bisher lieber lastwagenweise Schotter in den Garten kippen. Foto: Susanne Vollrath

Die beiden altgedienten Zeller Stadträte sprachen mit mir über das, was sie an den Steinen nervt. Auf den Tisch kamen auch Ideen, was man tun könnte, um der Schotterflut Herr zu werden. Es muss etwas getan werden, denn seit dem 1. August 2020 sind Schottergärten in Baden-Württemberg durch eine Änderung des Landesnaturschutzgesetzes sogar ausdrücklich verboten. Die Stadt kann dieses Gesetz durch örtliche Bauvorschriften nicht außer Kraft setzen. Wer sich mit dem Thema beschäftigt erkennt: Die Nachteile überwiegen. Und pflegeleichter ist es auch nicht.

Welche Gründe gegen Gärten mit einer Seele aus Stein sprechen

  1. Schottergärten sind teuer.
  2. Schottergärten machen viel Arbeit beim Anlegen.
  3. Jede Fläche macht einen Unterschied beim Erhalt der Artenvielfalt.
  4. Schottergärten zu pflegen macht keinen Spaß

Was besser als ein Schotter-Garten ist

Bunt bepflanzte Staudenbeete, Stichwort dynamische Pflanzengesellschaften, die sich ohne Expertenwissen etablieren. Wer sich nicht gut auskennt, sucht am besten einfach nach “Veitshöchheimer Staudenmischungen für öffentliches oder privates Grün” oder klickt hier.

Erschienen ist der Beitrag in der “Schwarzwälder Post” am 14. Juni 2021.

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreiben Sie mir!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 × 4 =