Reportage: So viel Liebe steckt in Christbäumen aus regionaler Produktion

Shropshire-Schafe sind eine alte und seltene Rasse. Ursprünglich zur Fleischgewinnung gezüchtet, schätzen Weihnachtsbaumproduzenten eine spezielle Eigenschaft: Sie lassen die Triebe von Nadelbäumen links liegen. Das macht sie zu wertvollen „Rasenmähern“ in schwer zugänglichen Hanglagen. Fotos: Susanne Vollrath
Shropshire-Schafe sind eine alte und seltene Rasse. Ursprünglich zur Fleischgewinnung gezüchtet, schätzen Weihnachtsbaumproduzenten eine spezielle Eigenschaft: Sie lassen die Triebe von Nadelbäumen links liegen. Das macht sie zu wertvollen „Rasenmähern“ in schwer zugänglichen Hanglagen. Foto: Susanne Vollrath

Der perfekte Baum wächst kerzengerade, wird etwas mehr als mannshoch, hat eine nur Spitze, ist so breit, dass er noch ins Wohnzimmer passt und gerade so dicht benadelt, dass die Kugeln optimal zur Geltung kommen. Le

Der perfekte Weihnachtsbaum wächst nicht ohne menschliches Zutun heran. Das ist der Grund, warum die Prozenten im Laufe eines Christbaumlebens viele Handgriffe zu erledigen haben.

Zwischen acht und zwölf Jahre ist ein Baum alt, wenn er in den Verkauf kommt. Bis dahin haben die Produzenten 100 Prozent Liebe investiert– soviel ist sicher. Die Angaben zu der Zeit, die in ihm steckt, schwanken zwischen 15 Minuten und einer Stunde pro Exemplar.

Doch was ist genau zu erledigen? Welche Bäume gibt es überhaupt? Welchen Baum kann man ruhigen Gewissens kaufen und welchen lässt man besser stehen? Warum sind alle Weihnachtsbäume vermutlich miteinander verwandt? Und was haben die putzigen Shropshire-Schafe vom Bild oben mit dem Weihnachtsfest zu tun?

Um das zu erfahren, habe ich mich mit einem Tannenbaum-Erzeuger getroffen und von ihm in die Geheimnisse des Christbaum-Business einweihen lassen.

In den ersten Jahren wächst eine Nordmanntanne sehr langsam. Erst im Alter von sechs, sieben Jahren geht es richtig in die Höhe.
In den ersten Jahren wächst eine Nordmanntanne sehr langsam. Erst im Alter von sechs, sieben Jahren geht es richtig in die Höhe. Foto: Susanne Vollrath