Über mich

  • Jahrgang 1977
  • schreibt seit 2002 Ratgeber
  • verheiratet, keine Kinder, aktuell ein Hund
  • ist stolz auf ihr Ingenieurs-Diplom in einer Agrarwissenschaft
  • würde mit einem Lotto-Gewinn Ländereien in Schottland kaufen und mit ihrem Irish Setter Moorhühner suchen gehen
Ich bin Susanne Vollrath. Als Expertin für grüne Ratgeber-Texte mache ich Ihre Leser schlau.

Fürs Schlaumachen gibt es ein mächtiges Werkzeug: das What-Why-How-Prinzip. Sie müssen es nicht kennen. Es reicht, wenn Sie wissen, dass es funktioniert. In meinem Fall seit 20 Jahren.

Lassen Sie mich Ihnen erzählen, wie ich zur Ratgeber-Expertin für Garten-, Natur- und Umweltthemen geworden bin:

Vor 20 Jahren habe ich beim Fachverlag BLOOMs damit angefangen, über Pflanzen, Garten und Floristik zu schreiben. Mein erster Text: eine Broschüre über die Vorzüge von Knospen-Heide. Sie kennen Knospen-Heide, diese Herbstblumen, die nie verblühen? Wenn nicht, erzähle ich Ihnen gerne mehr davon – natürlich vor allem von den Vorzügen.

Der Startschuss in das Leben einer grünen Ratgeber-Texterin und Floristik-Erklärerin war gemacht.

Aus der Heide-Broschüre wurde sehr schnell sehr viel mehr. Mit Norbert Knapp und Sylvia Weigner arbeitete ich an großen Marketing-Kampagnen für große Gartencenter wie die der Bellandris-Gruppe, produzierte mit dem fabelhaften Floristen-Team von BLOOMs Fotos vom grünen Leben mit allem, was dazu gehört. Wir ließen die Pflanzen perfekt aussehen. So, dass man am liebsten gleich zugreifen wollte, obwohl man nur ein Bild sah. Und ich schrieb Hunderte Seiten Aktionsleitfäden, mit denen die Gartencenter Kunden in ihren Laden lockten.

Deutsche Endverkaufsgärtnereien machte ich so glücklich, wie ich konnte, und Floristen landauf, landab lernten in einer Seminar-Reihe von mir das Rechnen.

Mit Jan-Dirk von Hollen und Markus Reinhold entwickelten wir für den weltgrößten Steckschaum-Produzenten Smithers-Oasis Produkte für die Trauerfloristik, die den Blumenschmuck bei Urnenbestattungen schöner und einfacher machen.

Sie können mir glauben: Ich lernte alles, was man über Gesteck-Floristik lernen kann.

Die Kunden von Europas größten Pflanzenhändler Landgard beglückte ich mit Konzepten für hübsche Wandkalender als Giveaway.

Anleitungen, wie man als Friedhofsgärtner mit einem Dauergrabpflege-Vertrag Geld verdienen kann, halfen den Betriebsinhabern erfolgreich zu werden.

Das Floristik-Fachmagazin “Praxis” aus dem Hause BLOOMs ist so etwas wie mein Baby. Ich war von der ersten Minute an mit dabei. Hella Henckel nahm meine Texte dafür erbarmungslos auseinander. Der beste Weg, um besser zu werden. “Praxis” begleitet Blumenfachgeschäfte mit profitablen Floristik-Ideen durch das Tagesgeschäft. Wer wollte, konnte es sogar eine Zeit lang am Blumengroßmarkt in Shanghai kaufen.

Zusammen mit Floristik-Weltmeister Klaus Wagener entstand in dieser Zeit das Buch “333 Ideen für Balkon und Terrasse”, das sich zehntausendfach verkaufte. Auch an polnische und italienische Gartenfreunde, für die es eine Übersetzung in die Landessprachen gab. 

Dann zog ich um. Von der quirligen Metropolregion Rhein-Ruhr in den gemächlichen Schwarzwald.

Zell am Harmersbach, die Heimat von “Hahn und Henne” (das Kaffee-Geschirr mit dem schwarzen Hahn und der schwarzen Henne), wurde meine neue Heimat.

Nach Jahren im Homeoffice suchte ich mir einen neuen Job. Den fand ich im Living & More Verlag in Offenburg, wo meine Aufgabe als Redakteurin bei “Gärtnern leicht gemacht” keine andere war als von früh bis spät Texte zu schreiben, die Hobbygärtnern dabei helfen sollten, ihren grünen Daumen zu trainieren.

Schon bald migrierte der Verlag nach Köln. Ich blieb im Schwarzwald und heuerte bei Schöllmann Gartenbau in Schutterwald an. Jürgen Schöllmann war damals gerade den “Gärtnern von Eden” beigetreten. Fast ein Jahr kümmerte ich mich darum, das Marketing entsprechend anzupassen.

2010 war es soweit. Ich gründete mein eigenes, kleines Business.

Seitdem schreibe ich als freie Journalistin grüne Texte, am liebsten im Ratgeber-Format. Im Homeoffice.

Ich schrieb wieder für Gärtnern leicht gemacht, Grün, Lea Garten und Living & More. Ich war die, die online Kundenfragen für große Gartencenter-Abteilungen beantwortete. Haymarket-Medien wie Taspo und “gestalten & verkaufen” veröffentlichten meine Texte. Ich ratgeberte, was das Zeug hielt für die EU-geförderten Kampagnen von Pelargonium for Europe (Geranien) und Stars for Europe (Weihnachtssterne).

Verstehen Sie mich richtig: Unser Häuschen ist super, der Garten meine ganz persönliche Versuchsanstalt. In meinem Arbeitszimmer fehlt es mir an nichts.

Meine Hunde waren glücklich, Frauchen ständig um sich zu haben. Aber einsam ist es mit der Zeit schon geworden. Können Sie das nachvollziehen? 2017 musste ich raus. Ich wollte wieder unter Leute.

Unsere Lokalzeitung suchte da gerade Mitarbeiter (ein ganz besonderes Blatt, diese Schwarzwälder Post). Ein Lebenslauf und ein kleines Gespräch – einen Tag später brach ich auf zu meinem ersten Pressetermin, bei dem es nicht um Pflanzen, Gärtnern oder Floristik ging. Der Zeller Bürgermeister absolvierte seinen Antrittsbesuch bei der neuen Konrektorin des Bildungszentrums. Na ja – für einen Pulitzer-Preis taugte das Thema nicht. Aber es war schön Menschen zu treffen und über das zu berichten, was sie bewegt. Raus aus der Filter-Blase, das tat mir gut. Heute ergibt es sich immer wieder einmal, dass ich sogar Polit-Promis wie Baden-Württembergs Justizministerin Marion Gentges interviewen kann.

Ratgeber-Broschüren sind so wertvoll wie ein kleines Buch

Ratgeber-Texte rund um Garten, Natur und Umwelt entstehen nach wie vor. Sie sind und bleiben mein Kerngeschäft. Dieses Jahr feiere ich mein 20-jähriges Schreib-Jubiläum. Immer noch gibt es Highlights. Ein besonders schönes Projekt war zum Beispiel 2021 die Fibel-Reihe, die ich für Rupert Fey und seine Unternehmensberatung beyond flora konzipieren und texten durfte. Jede Fibel ist ein kleines Büchlein, 36 Seiten stark.

In der Bienen-Fibel erklären wir jungen Leuten, worauf es ankommt, wenn man Bienen, Wildbienen und Schmetterlingen etwas Gutes tun will. Die Hochbeet-Fibel handelt davon, wie man stolzer Hochbeet-Gärtner wird und das ganze Jahr über ernten kann. Die Zimmerpflanzen-Fibel zeigt, wie man zum Plantfluencer wird und nach einem Blick in die Wilde-Tiere-Fibel weiß jeder, was er tun muss, damit Vögel, Eichhörnchen, Fledermäuse und Igel in den Garten kommen.

Wie Textcoaching wirkt

Und eins müssen Sie noch wissen. Halten Sie noch kurz durch. Es lohnt sich. Versprochen.

Letztes Jahr lernte ich Steffen Sommer kennen. Er ist Textcoach und bringt Leuten wie mir bei, ihren Schreibprozess zu optimieren. Diese drei Tage im März 2021 haben mein Leben verändert. Nicht nur, dass ich früher ins Bett komme, weil meine Texte schneller fertig sind. Sie sind auch konkreter und damit noch verständlicher geworden.

Steffen Sommer coachte mich durch eine Reportage über die Ortenauer Kitzretter, die Lesern Tränen in die Augen trieb (so erzählten sie es mir zumindest in ihrer Leserpost). Die größte Zeitung im Südwesten hat diese Reportage gedruckt. Etliche andere Verlagshäuser kauften sie für ihre Online-Ausgaben.

Aus dem Seminar und dem Text-Coaching wurde mehr. Wir arbeiten nun regelmäßig miteinander. Jetzt gerade an einem Online-Texterkurs. Damit sehr viel mehr Menschen die Möglichkeit bekommen, den sommerschen Textzauber zu erleben.

Zurück zum Thema: Mein grünes Leben im Zeitraffer

Bestimmt haben Sie es sich schon gedacht.

Ich bin vom Fach. Meine Gärtner-Lehre schloss ich nach verkürzter Lehrzeit (Dieter Denzer Gartenbau, Stadt Schweinfurt) als Beste im Regierungsbezirk Unterfranken ab. Beim Berufswettbewerb für junge Gärtner*innen schaffte ich zusammen mit meinen Freundinnen Adelheid und Cornelia bis zum Bundesentscheid. Am Ende landeten wir unter den besten zehn Gärtner-Teams Deutschlands. Was haben wir uns gefreut!

Nach der Lehre zog studierte ich an der HTW Dresden Gartenbau bis zum Vordiplom. Zum Hauptstudium wechselte ich an die Hochschule Geisenheim University. Schon bevor es den Bachelor gab, studierte man dort in Modulen und schrieb Arbeiten im Team. Das war genau mein Ding.

Wir suchten nach der besten Lösung für eine Wintergarten-Begrünung. Wir machten uns Gedanken, wie man in eine Endverkaufsgärtnerei friedhofsgärtnerische Dienstleistungen integriert. Wir lernten alles, was man brauchte, um die Projekt-Aufgabe zu lösen. Von Bewässerungstechnik bis hin zu Methoden der empirischen Sozialforschung.

Das Praxis-Semester verbrachte ich in der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim bei Eva-Maria Geiger. Ich beobachtete, wie sich verschiedene Zauberglöckchen-Sorten in der Dämmerung verhalten.

Meine Diplomarbeit schrieb ich im Fachbereich Gartenbauliche Marktlehre über “Neue Absatzwege für Zierpflanzen”. Mit einem unterfränkischen Gartenbau-Unternehmen, Gartenbau Grob aus Albertshofen, entwickelte ich dafür 2001/2002 ein strategisches Konzept für den Pflanzenhandel über das Internet am Beispiel Balkonbepflanzung. 2001 – das war quasi noch in der Internet-Steinzeit. (43,6 Prozent der Bundesbürger waren da online. Zukunftsforscher Matthias Horx war skeptisch, ob das Internet weiter wachsen wird (Artikel). Zu kompliziert, zu viele Möglichkeiten. Horx sagte eine digitale Spaltung voraus, gab dem E-Commerce keine Chance. Wie er sich irren sollte!)

Prof. Dipl.-Ing. Agr. Eike Kaim, meine Betreuerin, fand die Arbeit trotz – oder gerade auch wegen – des digitalen Ansatzes sehr gut gelungen. Am 8. Juli 2002 hielt ich mein Diplom-Zeugnis mit einer in den Händen. Eine Eins stand vor dem Komma. Endlich war ich Gartenbau-Ingenieurin! Am 15. August 2002 springt die Geschichte an den Anfang dieses Texts, zu meinem ersten Arbeitstag bei BLOOMs, das damals noch unter dem Namen “FMS Floristik Marketing Service” firmierte.

Sind Sie noch da? Vielen Dank! Gleich haben Sie's geschafft.

Tropische Traumstrände können mir gestohlen bleiben. Ich mag die Normandie, echtes Wiener Schnitzel, Punkrock von den Broilers und seit über 20 Jahren (also länger als ich Ratgeber schreibe) “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”.

Ich liebe meinen Mann und meinen Hund (in dieser Reihenfolge) und habe in Mainfranken und Dresden, im Rheingau und in der Metropol-Region Rhein-Ruhr gelebt, wie Sie bereits erfahren haben. Der Schwarzwald ist seit mehr als 15 Jahren mein Zuhause.

Aufgewachsen bin ich ländlich – mit großem Garten, Garten verrückten Großeltern und naturverbundenen Eltern in einem kleinen Dorf am Main names Wipfeld.

Fehlen eigentlich nur noch ein paar Bilder. Die werden nachgeliefert.

Wer die ganze Geschichte in Kurzfassung lieber mag, springt von hier einfach noch mal nach oben. Da ist alles in fünf kleinen Bulletpoints zusammengefasst, was Sie wissen müssen.